Staunen darüber wie Gott aus Umständen heraus in den Segen führt, der so viel größer ist als das was wir uns selbst an Wünschen ausdenken könnten.
Danken, dass Gott einen perfekten Plan hat und immer mehr schenkt als das, womit wir rechnen.
Für die Reise in die Ukraine bestellten wir ein Gruppen- Zelt das als Stützpunkt für die dortige Kinder-/Jugendarbeit genutzten werden sollte.
Allerdings war dieses Zelt nicht mehr lieferbar, was uns der Hersteller aber erst nach Wochen mitteilte... Alternativen waren teuer, aber wir brauchten etwas Derartiges.
Die Zeit verging und eines Morgens sah ich bei einem meiner Kontakte, dass dort ein Bild eines sehr großen Tunnelzeltes im Status war, mit dem Hinweis Preis erfragen, Abbau in Essen (ca.75 km, von Uedem entfernt )
...Das war genau das was wir brauchten, aber das Budget war eigentlich schon überzogen und Zweifel überkamen mich, ob ich mich überhaupt dazu melden sollte... zumal wir ja ein Zelt in der Bestellung hatten

Ich meldete mich und fragte nach die Daten. (Es war genauso teuer wie "unsere Bestellung", aber 4x größer.) Jetzt musste gehandelt werden, und was soll ich sagen, alles passte.
Die Entscheidungsträger waren sich einig, die nötige Stornierung des bestellten Zeltes ging ohne Probleme "über die Bühne", und unser Gegenüber in der Ukraine (u4c) war begeistert über die sich abzeichnenden, entstehenden Möglichkeiten.
Allerding ließ das nächste Hindernis leider nicht lange auf sich warten. Da wir lediglich ein kleines Zeitfenster zum Abbau zur Verfügung hatten, welches zudem auch noch Mittags, (in der Woche) war, konnten nur wenige Helfer mobilisiert werden.
Mit 6 Personen machten wir uns also auf den Weg.
Vor Ort durften wir wieder einmal die Gnade des Herrn erleben, es standen 2 Hubarbeitsbühnen und ein Stabler bereit.
Also legten wir los... Abbau bei <30 C°
Die größte Herausforderung war allerdings, die zusammenhängende Zeltplane des 5 m hohen Zeltes herunter zu bekommen. Wir waren einfach mit zu wenigen Leuten, für die ca.250 m² große Plane, sie war viel zu schwer. (Alles Zerren und Schieben, Drücken und Anheben, nütze nichts...)

Während wir also ziemlich ratlos und ohnmächtig, versuchten die schwere Pläne herunter zu bekommen, kam plötzlich eine Windböe auf. Die Planer erhob sich gleichmäßig auf der gesamten Länge von 20 m, schwebe hoch (ohne sich in Falten zu legen, und klappte dann um 180 Grad um um sich auf der anderen Seite des Zeltes anzulegen. (mit der Innenseite nach oben)

Wau... So perfekt, dass wir nur noch zusammen legen mussten.
Spätestens wenn man am Ende seiner eigenen Weisheit angelangt ist, lernt man für das Unmögliche zu beten und zu danken.
Innerhalb der veranschlagten Zeit ist es gelungen, das Zelt abzubauen und zu verladen.
Gerade weil die Umstände alle dermaßen widrig waren, freuen wir uns umso mehr über den Segen den Gott uns auch hier wieder überreichlich geschenkt hat.
Dem Herrn die Ehre!